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Energieflussteuerung -  Energie produzieren, verteilen und effizient nutzen

Das Zusammenspiel von Energiebeschaffung bzw. Dezentraler Eigenerzeugung einerseits, und der Transparenz in den Verbräuchen bietet Kostensenkungspotentiale im Energiemanagement.

 

Oft ist die Energiebeschaffung bzw. die Frage der Dezentralen Eigenerzeugung getrennt von der nachgelagerten Verteilung von Wärme, Kälte und Strom. Ungeachtet eines klassischen Energiemanagements bieten energiewirtschaftliche Randbedingungen und Sondertatbestände ausreichend Möglichkeiten weiterer Einsparungen, wenn eine ganzheitliche Transparenz über Eingangsenergie und Verbraucher besteht.

Grundlage Mess- und Zählkonzept

Voraussetzung für den Erfolg eines bedarfsgerechten und kosteneffizienten Energiemanagementkonzeptes ist eine vorgelagerte Untersuchung inkl. der Erstellung eines Mess- und Zählkonzeptes. Der Einsatz wichtiger bzw. zwingend erforderlicher Energiezähler wird somit sichergestellt, gleichzeitig aber eine Investition in unnötig viele Einzelzähler vermieden.

Beim Mess- und Zählkonzept ist eine unterschiedliche Herangehensweise rund um die Energieeinspeisung bzw. Energieaufbereitung, sowie die Energieverteilung relevant. Bei der Energieaufbereitung geht es mehr um Wirkungsgrade und Transformation in andere Energieformen. Bei der Verteilung stehen eher das Nutzerkonzept und die spätere Verrechnung im Vordergrund.

Gas, nicht nur für Heizzwecke

Wenn die Gaseinspeisung ausschließlich zum Heizen verwendet wird, ist eine Aufbereitung und Auswertung noch recht einfach. Spannend wird es, wenn das, in der Regel Erdgas, auch in der Kantine, bei Produktionsprozessen, oder bei älterer Technik auch in RLT-Anlagen verwendet wird. In diesen Fällen sind getrennte Zähler und Auswertungen im Energiemanagement schon aus Gründen der späteren Verrechnung zwingend erforderlich. Spannend wird es dann spätestens, wenn mit dem Gas durch BHKW´s neben der Wärme noch elektrischer Strom produziert wird. Für KWK-Anträge ist dann ohnehin eine gute Transparenz über eingesetzte Primärenergie und gewonnener Wärme und produziertem Strom erforderlich. Entsprechend komplexer wird es dann, wenn mit dem Gas entweder direkt über Absorber noch Kälte produziert wird oder indirekt dies erfolgt über BHKW-Wärme, also KWKK-Anlagen.

Strom ist nicht gleich Strom

Ähnlich wie beim Gas spielen auch beim Strom für die Wirtschaftlichkeit des Anlagenbetriebs die Verwertung und der saubere Nachweis eine entscheidende Rolle. So gibt es z.B. im EEG diverse Sondertatbestände für Begünstigungen. Hier wird z.T. unterschieden, für was der elt. Strom verwendet wird. Bei Strom für einzelne Produktionsprozesse aber auch für Nutzenergien wie Wärme, Kälte, etc. kann es Vergünstigungen geben. Hier sind natürlich die jeweils gültigen Rahmenbedingungen zu beachten. Wenn man diese wirtschaftlichen Vorteile nutzen möchte, ist ein transparentes Energiemanagement zwingende Voraussetzung. Energiemanager, die aus solchen Gründen oder andern Vorgaben ein Energiemanagementsystem eingeführt haben, werden aber auch bestätigen, dass die Systeme ungeachtet der o.g. Begünstigungen ein sinnvolles Werkzeug im Tagesgeschäft zum effizienten Anlagenbetrieb sind.

Energiemanagementsysteme als Garant des wirtschaftlichen Anlagenbetriebs

In der Projektierungsphase von professionellen Energie-(effizienz-)Projekten spielt der Variantenvergleich unterschiedlicher Systeme eine wichtige Rolle. Als Ergebnis für die Energiebereitstellung gibt es dann oft eine Kombination aus Grundlasttechnologien (BHKW´s, Wärmepumpen, etc.) und Spitzenlasttechnologien bzw. Anlagen (Gaskessel, Fernwärme, etc.). Die Grundlasttechnologien sind in der Regel hinsichtlich ihrer Investitionen im Nachteil, oft im Betrieb bei vernünftiger Nutzungsdauer aber deutlich wirtschaftlicher.

Gleiches gilt aber auch auf der Verbraucherseite. Normale Gewerbeimmobilien unterscheiden in der Regel schon unter statischer und dynamischer Wärme bzw. Kälte. Industrieanlagen haben da eine noch viel größere Bandbreite an Nutzungsarten. Auch hier ist dann die Transparenz der jeweiligen Kosten und Wirkungsgrade hilfreich.

Für ein wirtschaftlich optimiertes Energiemanagement ist die Kenntnis der jeweiligen Gestehungskosten und Ertragspotentiale zwingend erforderlich. Entscheidend sind hier dann aber auch die tatsächlichen (und nicht die theoretischen) (Teillast-)Wirkungsgrade der jeweiligen Anlagen. Darüber hinaus kann sich die Situation im Laufe der Betriebszeit je nach Entwicklung der Marktpreise von Gas und Strom („Schere zwischen Gas- und Strompreis“) auch ändern und eine andere Betriebsstrategie der Anlagen erforderlich machen. Endgültig getoppt wird die Komplexität durch die zunehmende Bedeutung der Lastprofile im Rahmen eines wirtschaftlichen Betriebs. Spätestens Dann ist auch ein sehr erfahrener Energiemanager auf die Hilfe eines bedarfsgerechten Energiemanagementsystems angewiesen.

Flexibilität als neue Herausforderung der Energiewende

Die Energiewende in Deutschland bringt eine Zunahme volatiler Erzeugungskapazitäten wie Wind- und Solarstromanlagen mit sich. Wo in der Vergangenheit vorwiegend Verbrauchsmengen und die jeweiligen Beschaffungskosten für einen wirtschaftlichen Betrieb relevant waren kommt den Verbrauchsprofilen eine zunehmende Bedeutung zu. Nicht nur ein Spitzenlastmanagement kann nennenswerte Einsparungen ermöglichen. Auch die Anzahl der Vollaststunden der eingekauften Energiemenge und deren Lastprofile sind preisbildend. Wer dann noch die Verursacher von Lastspitzen kennt, hat die Möglichkeit die Anlagen je nach tatsächlichem Bedarf entsprechend bewusster und wirtschaftlicher zu betreiben.

Wenn der Energiemanager dann nicht nur auf der Verbraucherseite auf „Flexibilitätsbausteine“ verfügt, sondern auch mit BHKW´s, Notstromdiesel, etc. auf der Erzeugerseite Flexibilitätspotentiale realisieren kann, bietet die Flexibilität durch Lastmanagement, Regelenergie, etc. weitere Optionen für eine gesteigerte Wirtschaftlichkeit. Auch für diese Aufgaben des Energiemanagers ist die Unterstützung durch ein geeignetes Energiemanagementsystem hilfreich.

 

Autor: Arthur Dornburg

 

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