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E-Auto und nun?

Das Wachstum der Elektromobilität bedeutet eine weitere Herausforderung für das Energiemanagement in der Immobilienwirtschaft.

Elektromobilität ist ein Wachstumsmarkt, in Teilen der Immobilienwirtschaft aber bereits Realität. Ladevorgänge von E-Fahrzeugen finden entgegen erster Einschätzungen weniger am Straßenrand sondern in Immobilien statt. Elektromobilität ist also in vielen Fällen „stationsgebunden“. Nach dem Prinzip, wie schon seit Jahren Ladevorgänge von Elektrostaplern in der Industrie oder elektrischen Transportfahrzeugen in Krankenhäusern und Hotels betrieben werden, werden auch Ladevorgänge von E-Autos, E-Bikes, etc. zukünftig in der Immobilienwirtschaft organisiert werden können.

E-Mobilität und dezentrale Eigenerzeugung gehen Hand in Hand

Unter den Pionieren der Elektromobilität finden sich viele Personen, die bereits vor Jahren den Schritt in die dezentrale Eigenerzeugung mit PV-Anlagen gegangen sind. Auch wenn diese Anlagen wegen der staatlichen Förderung oft noch nicht zur Eigenversorgung verwendet werden, so zeigt dies, dass die Elektromobilität und der Einsatz erneuerbarer Energien untrennbar miteinander verbunden sind. Nur durch Ökostrom ist die Elektromobilität ökologisch sinnvoll. Diese ersten Nutzer konnten Ihren Strom leicht aus eigener Infrastruktur nutzen. Die Fahrzeuge der ersten Jahre konnten über Nacht leicht mit herkömmlichen Steckdosen geladen werden. Erst Fahrzeuge mit längerer Reichweite verlangten nach mehr Ladeleistung, wenn man nicht stundenlang warten wollte. Aber selbst diese Pioniere konnten sich im Extremfall mit 32 A – Ladetechnik bei Landwirten, Gewerbebetrieben, etc. behelfen.

Neben der „Reichweitenangst“ besteht die Sorge fehlender Ladeinfrastruktur. Verkannt wird dabei aber die Tatsache, dass ein großer Anteil des Mobilitätsbedarfs bereits heute mit verfügbaren Fahrzeugen bewältigt werden kann. Darüber hinaus kann das Laden von Fahrzeugen in der Regel idealerweise dort erfolgen, wo sich Personen ohnehin länger aufhalten, also zu Hause, am Arbeitsplatz, im Hotel, etc. Dieser Bedarf kann auch in den meisten Fällen problemlos, bzw. mit wenig Aufwand in der Immobilienwirtschaft ermöglicht werden.

Erfolgreiche Mobilitätswende nicht ohne Immobilienwirtschaft

Problematischer ist es mit Ladepunkten im öffentlichen Bereich, da hier der Aufwand ungleich größer ist. Hier geht es nicht nur um Supercharger, die für das Zwischenladen auf weiten Strecken benötigt werden. Dies geht ohnehin nur mit einem enormen Aufwand an Anschlussleistung und Investitionen.

Es geht auch um den Bedarf für „Laternenlader“, die am Wohnort oder am Arbeitsplatz nicht über Ladetechnik verfügen. Fraglich ist, ob dies dauerhaft wirtschaftlich sinnvoll durch Stadtwerke, regionale Versorger oder weitere Anbieter sichergestellt werden kann. Auch in Ländern wie Norwegen, wo die Ladeinfrastruktur mit großem Aufwand seit Jahren im öffentlichen Bereich ausgebaut wurde, setzt sich die Erkenntnis durch, dass der erfolgreiche Ausbau der Elektromobilität nur unter Einbindung der Immobilienwirtschaft erfolgen kann. Der Immobilienwirtschaft kommt somit für eine erfolgreiche Mobilitätswende eine bedeutende Rolle zu.

Flottenbetreiber stehen bereits vor großen Herausforderungen

Ein prominentes Beispiel für den Flotteneinsatz von E-Fahrzeugen ist beispielsweise die Dt. Post mit ihren E-Transportern. An einigen Auslieferzentren wird der Transportverkehr schon mit einer E-Flotte betrieben. Die Fahrzeuge werden über Nacht geladen und sind somit am nächsten Tag wieder einsatzbereit. Auch Vermieter von E-Fahrzeugen müssen bereits heute in der Lage sein an ihren Standorten ihre Flotte ggf. kurzfristig nachladen zu können, um die Fahrzeuge schnell wieder dem nächsten Kunden anbieten zu können.

 

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Diese frühen Anwendungen zeigen schnell, dass die bestehende Gebäudeinfrastruktur im Extremfall nicht ausreicht. Die Anschlussleistungen sind begrenzt und müssten mit hohem finanziellem Aufwand erweitert werden. Eine qualifizierte praxisnahe Voruntersuchung und ein nachgelagertes Lastmanagement können hier in vielen Fällen jedoch unnötige Investitionen vermeiden. Praxisbeispiele in denen der tatsächliche Bedarf an Strom für die Elektromobilität, aber auch diverse Studien, zeigen bereits heute, dass der Strombedarf in der Immobilienwirtschaft in den nächsten Jahren deutlich zunehmen wird. Wenn man bedenkt, dass der Strombedarf durch Wärmepumpen, durch sonstige elektrische Heizsysteme, sowie durch den zunehmenden Bedarf an Klimatisierungen in der Immobilienwirtschaft ohnehin zunehmen wird, so wird ersichtlich, welche Herausforderungen Energiemanagementsysteme in der Zukunft zu bewältigen haben.

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Chancen durch integrierte Ladekonzepte für die Energiewende

Viele Anbieter von Ladetechnik versuchen den Sachverhalt durch eigenes Last- und Zählermanagement aufzugreifen. Der Nachteil an solchen Insellösungen ist die fehlende Kompatibilität mit in der Immobilienwirtschaft schon bestehenden Systemen. Konkret bedeutet dies, z.B. bei Kapazitätsgrenzen der Anschlussleistung immer erst einer der Ladevorgänge unterbrochen wird. Man stelle sich nun vor, dass frühe Nutzer der Elektromobilität durch diese Priorisierung gleich wieder gehandicapt sind. Das wird der erfolgreichen Entwicklung der Elektromobilität nachhaltig schaden und ist überflüssig. Ein qualifizierter Energiemanager kennt seine Anlagentechnik und weiß welche sonstigen Verbraucher er ggf. zeitversetzt oder temporär reduziert betreiben kann, ohne dabei den Bedarf der Nutzer zu beeinträchtigen. Ein qualifiziertes Energiemanagementsystem integriert daher diese zusätzlichen Anforderungen in ein ganzheitliches Energiemanagement.

Wenn dann durch die Elektromobilität tatsächlich eine starke Zunahme an Leistungsbedarf und Verbrauch entsteht, sollte die Option einer dezentralen Eigenerzeugung ohnehin neu bewertet werden. Bevor Anschlussleistungen erweitert werden, können Investitionen in Eigenerzeugungskapazitäten deutlich wirtschaftlicher sein und haben das Potential auch die weiteren Energiekosten in der Immobilie zu senken. Auch in diesem Zusammenspiel der erweiterten Anlagentechnik ist ein qualifiziertes Energiemanagementsystem unerlässlich.

E-Mobilität als weiterer Flexibilitätsbaustein

Im Rahmen der Sektorkopplung werden somit zukünftig Wärme, Strom und Mobilität vernetzt. Neben dem Lastprofil der Erzeuger und der Verbraucher kommt somit mit dem Ladeprofil, resultierend aus dem Bewegungsprofil der Fahrzeuge, eine weite Dimension der Flexibilität hinzu. E-Fahrzeuge können aus Sicht der BHKW´s und PV-Anlagen eine zusätzliche, oft wirtschaftliche Stromsenke sein. Zukünftig kann möglicherweise durch bidirektionales Laden sogar die Fahrzeugflotte die Energieinfrastruktur entlasten. Neben dem Strombedarf und den zusätzlichen Anschlussleistungen nimmt durch die Elektromobilität auch die Kapazität „Mobiler Stromspeicher“ in der Immobilienwirtschaft zu. Es bedarf nicht an viel Fantasie, dass sich auch diese durch ein intelligentes Energiemanagementsystem wirtschaftlich sinnvoll in ein ganzheitliches Betreiberkonzept einbinden lassen.

Autor: Arthur Dornburg

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